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Finanzbuchhaltung

DATEV-Schnittstelle: So landen Shop, Stripe und Bank automatisch beim Steuerberater

Eine DATEV-Schnittstelle bringt Buchungsdaten und Belege aus Shop, Zahlungsanbieter und Bank zur Steuerberatung. Welche Wege es gibt, warum ein CSV-Export allein nicht reicht und wie Shopify, Stripe, PayPal und Amazon sauber ankommen.

Stefan Liffers Stefan Liffers Zuletzt aktualisiert am 30. Oktober 2026 14 min read

Eine DATEV-Schnittstelle ist der Weg, über den Buchungsdaten und Belege aus deinem Shop, deinem Zahlungsanbieter, deiner Bank oder deiner Buchhaltungssoftware strukturiert in die DATEV-Buchhaltung deiner Steuerberatung gelangen. Statt Kontoauszüge, Stripe-Reports und Rechnungen per E-Mail zu verschicken, fließen die Daten in einem Format, das die Steuerberatung direkt verarbeiten kann. Für einen Geschäftsführer mit Shopify, Stripe, PayPal oder Amazon ist das die Stelle, an der sich entscheidet, ob die Buchhaltung läuft oder ob jeden Monat Handarbeit übrig bleibt.

Der wichtigste Tipp vorweg: Entscheidend ist nicht, ob ein Tool im Funktionsumfang "DATEV-Export" stehen hat. Entscheidend ist, ob die Belege zusammen mit der Buchung ankommen und ob die Daten laufend und ohne dein Zutun fließen. Ein CSV-Export, den du einmal im Monat selbst anstößt und zu dem die Belege separat nachgereicht werden müssen, ist technisch eine DATEV-Schnittstelle. In der Praxis ist er aber nur ein Stück Vorarbeit, das bei dir hängen bleibt. Genau deshalb lohnt sich der Blick auf die Unterschiede zwischen Datei-Export, Online-Datenservices und einer Steuerberatung, die die Anbindung komplett übernimmt.

Das Wichtigste zur DATEV-Schnittstelle

  • Eine DATEV-Schnittstelle überträgt Buchungsdaten und Belege aus Shop, Zahlungsanbieter, Bank oder Buchhaltungssoftware in die DATEV-Buchhaltung deiner Steuerberatung.
  • Es gibt zwei technische Wege: den Datei-Export im DATEV-Format (CSV, manuell angestoßen) und die laufenden Online-Datenservices über die DATEV-Cloud, bei denen die Belege an der Buchung hängen.
  • Für Shopify, Stripe, PayPal und Amazon zählt vor allem, ob Auszahlungen als Sammelbetrag in Einzeltransaktionen, Gebühren und Erstattungen aufgelöst werden.
  • Rechtlich bleibt die Verantwortung bei dir: Sammelbuchungen sind erlaubt, wenn jede Einzeltransaktion nachvollziehbar bleibt, Umsatz, Gebühren und Erstattungen getrennt gebucht werden und du die Einzeldaten über die ganze Aufbewahrungsfrist verfügbar hältst.

Was eine DATEV-Schnittstelle ist und welche Wege es gibt

DATEV ist das Buchhaltungssystem, mit dem viele Steuerberatungen in Deutschland arbeiten. Deine Daten entstehen aber nicht in DATEV, sondern in deinem Shop, bei Stripe, bei der Bank oder in deinem Rechnungstool. Eine DATEV-Schnittstelle schließt diese Lücke. Sie bringt die Buchungsdaten in eine Struktur, die DATEV versteht, und im besten Fall auch die Belege, die zu jeder Buchung gehören. In der Praxis haben sich drei Stufen herausgebildet, die sich im Aufwand für dich deutlich unterscheiden.

Weg 1: DATEV-Export als Datei im DATEV-Format

Der klassische DATEV-Export ist eine Datei im sogenannten DATEV-Format. Das ist eine CSV-Datei mit fest definierten Spalten, in der die Buchungssätze als Buchungsstapel liegen. Du oder deine Software erzeugt die Datei, dann wird sie hochgeladen oder an die Steuerberatung geschickt, und dort wird sie per DATEV-Import eingelesen. Im DATEV-Marktplatz wird das DATEV-Format als eigenständige Schnittstelle beschrieben, über die strukturierte Buchungsdaten per Datei übergeben werden. Es ist zugleich die Basis für den Buchungsdatenservice.

Der Datei-Export hat zwei typische Schwächen. Erstens enthält eine reine CSV-Datei keine Belege. Rechnungen, Stripe-Abrechnungen und Gutschriften müssen separat übertragen und bei der Steuerberatung den Buchungen zugeordnet werden. Zweitens ist die Datei empfindlich: DATEV weist darauf hin, dass eine DATEV-Format-Datei, die in Excel geöffnet, bearbeitet und gespeichert wird, ihren Header verliert und danach nicht mehr als DATEV-Format erkannt wird. Wer also "nur kurz eine Zeile korrigieren" will, produziert damit schnell eine Datei, die beim DATEV-Import abgelehnt wird.

Weg 2: DATEV-Datenservices Rechnungswesen

Die moderne Variante läuft nicht über Dateien, sondern online. DATEV bündelt diese Wege unter dem Namen DATEV-Datenservices Rechnungswesen: Daten aus einer angebundenen Software deines Unternehmens werden in die DATEV-Cloud übertragen und von dort in das Rechnungswesen der Steuerberatung übernommen. Buchungen und zugehörige Belege werden dabei miteinander verknüpft. Die Einrichtung übernehmen DATEV und der jeweilige Softwarepartner, die Services werden über den DATEV-Shop bezogen.

Zu diesen Datenservices gehören unter anderem:

  • Bankdatenservice für die Umsätze deines Geschäftskontos
  • Zahlungsdatenservice für PayPal und Zahlungsdatenservice für Amazon
  • Datenservice Zahlungsdienstleister für weitere Anbieter
  • Buchungsdatenservice für Buchungssätze aus deiner Software
  • Rechnungsdatenservice 1.0 für Rechnungsdaten
  • Belegbilderservice Rechnungswesen für die Belegbilder zu den Buchungen
  • Datenservice Kassenarchiv

Welche Software diese Datenservices integriert hat, listet DATEV auf einer eigenen Übersichtsseite der Schnittstellenanbieter. Wichtig für deine Auswahl: DATEV prüft die Angaben der Anbieter dort nicht fortlaufend. Für die technische Prüfung und Freigabe gelten die DATEV-Schnittstellenvorgaben. Eine DATEV-API-Schnittstelle im Sinne einer eigenen Programmierschnittstelle brauchst du als Unternehmer in der Regel nicht selbst zu bauen, das übernehmen die Softwarepartner im Rahmen dieser Datenservices.

Weg 3: Eine Steuerberatung, die die DATEV-Anbindung komplett übernimmt

Die dritte Stufe ist keine Technik, sondern ein anderes Arbeitsmodell. Statt dass du eine Buchhaltungssoftware mit DATEV-Schnittstelle auswählst, einrichtest und pflegst, bindet die Steuerberatung deine Systeme selbst an ihr Buchhaltungssystem an. Bank, Zahlungsanbieter und Belegeingang laufen dann über ein Portal der Steuerberatung, und die Frage nach dem richtigen Export stellt sich dir gar nicht mehr. Für Geschäftsführer ohne eigene Finanzbuchhaltung ist das in der Regel die Variante mit dem geringsten laufenden Aufwand.

KriteriumDatei-Export im DATEV-FormatDATEV-DatenservicesDigitale Steuerberatung mit eigener Anbindung
Wie die Daten fließenCSV-Datei, manuell erzeugt und hochgeladen oder verschicktLaufend online über die DATEV-CloudLaufend über das Portal der Steuerberatung (Bank, CSV, E-Mail, API)
BelegeSeparat übertragen und zuordnenMit der Buchung verknüpftAn der Transaktion im Portal angehängt
Dein AufwandJeden Monat Export, Prüfung, VersandEinmalige Einrichtung mit Softwarepartner, danach geringBelege einwerfen, Rückfragen beantworten
FehlerquellenExcel-Bearbeitung, vergessene Belege, unvollständige StapelFalsche Zuordnungsregeln bei der EinrichtungFehlende Belege, die das Portal anmahnt
Typisch fürKleine Buchhaltungen mit wenig BelegenUnternehmen mit eigener BuchhaltungssoftwareGmbHs ohne interne Finanzbuchhaltung

Shopify, Stripe, PayPal und Amazon an DATEV anbinden

Im E-Commerce entstehen die Daten an mehreren Stellen gleichzeitig: Die Bestellung liegt im Shop, das Geld fließt über Stripe, PayPal oder Amazon, und die Auszahlung landet auf dem Geschäftskonto. Eine DATEV-Schnittstelle muss diese Stränge zusammenführen. Genau hier scheitern viele Setups, weil das Tool zwar eine Datei erzeugt, aber die Zusammenhänge zwischen Bestellung, Zahlung, Gebühr und Auszahlung verliert.

Shopify DATEV-Schnittstelle

Shopify ist ein Shopsystem und keine Buchhaltung. Eine Shopify DATEV-Schnittstelle läuft deshalb immer über eine zusätzliche App oder eine Buchhaltungssoftware, die Bestellungen und Zahlungen aus Shopify ausliest, daraus Rechnungen und Buchungssätze erzeugt und diese als Shopify DATEV-Export oder über einen Datenservice weitergibt. Die typische Stolperfalle: Eine Bestellung ist noch keine Zahlung. Wenn die Schnittstelle nur Bestellungen überträgt, fehlen die Gebühren der Zahlungsanbieter, Teilerstattungen und Retouren. Wie du den gesamten Ablauf vom Shop bis zum Jahresabschluss sauber aufsetzt, zeigt der Artikel zur Shopify Buchhaltung.

Stripe DATEV-Schnittstelle und Stripe DATEV-Export

Stripe zahlt nicht jede Transaktion einzeln aus, sondern überweist in Abständen einen Sammelbetrag, von dem die Gebühren bereits abgezogen sind. Auf dem Kontoauszug siehst du also eine Zahl, hinter der dutzende oder hunderte Einzeltransaktionen, Gebühren und Erstattungen stecken. Ein Stripe DATEV-Export muss diese Auszahlung wieder in ihre Bestandteile zerlegen, sonst stimmen Umsatz und Aufwand in der Buchhaltung nicht. Technisch geht das über den Datenservice Zahlungsdienstleister oder über einen CSV-Export der Stripe-Abrechnung, den deine Steuerberatung einliest. Die Details zu Gebühren, Auszahlungen und Rückerstattungen findest du im Artikel zur Stripe Buchhaltung.

PayPal und Amazon: die DATEV-Zahlungsdatenservices

Für PayPal und Amazon bietet DATEV eigene Zahlungsdatenservices. Ohne einen solchen Service müssen PayPal- und Amazon-Transaktionen laut DATEV manuell aufbereitet werden. Bei Amazon kommt dazu, dass die Abrechnungen Gebühren und Erstattungen direkt mit den Umsätzen verrechnen. Eine DATEV Amazon-Schnittstelle ist deshalb nur dann hilfreich, wenn sie die Abrechnung vollständig auflöst. Was bei FBA-Sellern zusätzlich zu beachten ist, steht im Artikel zur Amazon Buchhaltung.

Unabhängig vom Anbieter sind es immer dieselben Punkte, an denen eine Schnittstelle im E-Commerce scheitert:

  • Gebühren: Stripe, PayPal und Amazon ziehen ihre Gebühren vor der Auszahlung ab. Die Schnittstelle muss Umsatz und Gebühr getrennt buchen. Bei Gebühren von Anbietern aus dem EU-Ausland, etwa den Amazon-Verkaufsgebühren, schuldest du die Umsatzsteuer darauf oft selbst (Reverse Charge, also Umkehr der Steuerschuld) und ziehst sie in der Regel gleich wieder als Vorsteuer ab. Taucht das in der Buchhaltung nicht auf, stimmt die Umsatzsteuer-Voranmeldung nicht.
  • Auszahlungen als Sammelbetrag: Eine Auszahlung fasst viele Transaktionen zusammen. Die Einzeltransaktionen müssen nachvollziehbar bleiben.
  • Erstattungen und Retouren: Rückzahlungen an Kunden müssen der ursprünglichen Transaktion zugeordnet werden, sonst entstehen Phantom-Umsätze.
  • Belege: Die Abrechnung des Zahlungsanbieters ist oft der einzige Beleg zur Buchung und muss mitreisen.
  • Umsatzsteuer: Beim EU-Versand kommen Themen wie das OSS-Verfahren dazu, die keine Schnittstelle allein löst.

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Geschäftskonto mit DATEV-Schnittstelle: So kommen Bankdaten in die Buchhaltung

Die Bank ist die Datenquelle, die am Ende alles zusammenhält. Jede Stripe-Auszahlung, jede Lieferantenrechnung und jede Gehaltszahlung taucht dort auf. Ein Geschäftskonto mit DATEV-Schnittstelle bedeutet, dass die Kontoumsätze nicht als PDF-Kontoauszug, sondern als strukturierte Transaktionen in der Buchhaltung ankommen. Bei DATEV läuft das über den Bankdatenservice, der zu den Datenservices Rechnungswesen gehört.

Der zweite Weg ist Open Banking. Unter dem Begriff PSD2, der EU-Regel für Zahlungsdienste, stellen Banken einen standardisierten Zugang zu Kontodaten bereit. Eine Buchhaltungssoftware mit DATEV-Schnittstelle oder das Portal einer digitalen Steuerberatung kann sich darüber direkt mit dem Konto verbinden, ohne dass du Kontoauszüge exportierst. Welche Banken konkret funktionieren, hängt also weniger von der Bank ab als vom Weg, den deine Steuerberatung oder deine Software nutzt. Welche Software für eine GmbH sinnvoll ist, vergleicht der Artikel zur GmbH Buchhaltungssoftware.

Der eigentliche Nutzen der Bankanbindung zeigt sich erst im Zusammenspiel mit den Belegen. Wenn zu jeder Transaktion der passende Beleg hängt, entfällt das monatliche Suchen nach fehlenden Rechnungen. Fehlt der Beleg, sieht die Steuerberatung das sofort und kann gezielt nachfragen, statt am Quartalsende eine Liste mit fünfzig offenen Positionen zu schicken.

Was eine DATEV-Schnittstelle nicht löst

Eine Schnittstelle transportiert Daten. Sie entscheidet nicht, ob die Buchhaltung richtig ist. Vier Punkte bleiben bei dir, egal wie gut die Technik ist.

Die Verantwortung bleibt bei der Geschäftsführung. Auch wenn eine Software oder die Steuerberatung bucht, musst du als Geschäftsführer dafür sorgen, dass die Buchführung ordnungsgemäß läuft (§ 41 GmbHG): den Dienstleister sorgfältig auswählen, ihm alle Unterlagen geben und das Ergebnis im Blick behalten. Die GoBD, also die Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern in elektronischer Form, sagen das ausdrücklich auch für den Fall, dass die Buchhaltung an einen Steuerberater oder ein Rechenzentrum ausgelagert ist.

Vollständigkeit muss kontrolliert werden. Nach den GoBD muss sichergestellt und protokolliert sein, dass alle Vorgänge vollständig übertragen werden. Eine Schnittstelle, die bei einem Verbindungsabbruch stillschweigend 30 Transaktionen auslässt, erfüllt das nicht. Deshalb gehört zu jeder Anbindung ein Abgleich, etwa zwischen der Summe der Stripe-Auszahlungen und dem Bankeingang.

Einzeldaten müssen erhalten bleiben. Eine Stripe-Auszahlung darf als Sammelbuchung in die Buchhaltung übernommen werden, wenn sie sich nachvollziehbar auf die Einzeltransaktionen zurückführen lässt. Die Auszahlung selbst ist aber nicht dein Umsatz: Der Umsatz in voller Höhe, die Gebühren und die Erstattungen müssen getrennt gebucht werden, die Umsätze zusätzlich nach Steuersätzen aufgeteilt. Eine einzige Nettobuchung pro Auszahlung reicht nicht. Die Einzeldaten aus dem Vorsystem, also aus Stripe, PayPal oder dem Shop, müssen dann im Ursprungsformat erhalten bleiben, und zwar in der Regel zehn Jahre. Dass sie heute noch in deinem Stripe- oder Shop-Konto liegen, reicht dafür nicht automatisch: Kündigst du das Konto, wechselst du den Shop oder löscht der Anbieter alte Daten, sind sie weg. Exportiere die Transaktionsdaten deshalb regelmäßig vollständig und archiviere sie, oder kläre mit deiner Steuerberatung, wo sie dauerhaft liegen. Was für welche Unterlagen gilt, erklärt der Artikel zur Aufbewahrungspflicht für Geschäftsunterlagen. Bei einer Betriebsprüfung kann der Prüfer auch Daten aus diesen Vorsystemen verlangen, selbst wenn sie beim Dienstleister liegen.

Die Prozesse müssen dokumentiert sein. Die GoBD verlangen eine Verfahrensdokumentation, die beschreibt, welche Systeme angebunden sind, über welche Wege und Formate die Daten laufen, nach welchen Regeln zugeordnet wird und welche Kontrollen es gibt. Wer seine Schnittstellen einmal sauber beschreibt, hat bei der nächsten Prüfung die Antworten parat.

Bei der E-Rechnung ist die Schnittstelle schon heute gefragt: Seit 2025 musst du E-Rechnungen von Lieferanten empfangen können, und von einer empfangenen E-Rechnung muss der strukturierte Datenteil, meist eine XML-Datei, im Original aufbewahrt werden. Ein PDF oder Bild davon reicht nicht. Ab 2027 kommt die Ausstellung dazu: Lag dein umsatzsteuerlicher Gesamtumsatz im Vorjahr über 800.000 Euro, musst du Rechnungen an andere Unternehmen im Inland grundsätzlich als E-Rechnung schreiben, ab 2028 gilt das für fast alle Unternehmen. Achte deshalb darauf, dass deine Schnittstelle den strukturierten Teil der Rechnung im Original weitergibt und archiviert, nicht nur ein Bild davon.

So bindet Skalar deine Tools an

Bei Skalar als digitaler Steuerberatung stellt sich die Frage nach dem richtigen DATEV-Export nicht, weil die Anbindung deiner Systeme über das Skalar-Portal läuft und nicht über Dateien, die du selbst erzeugst. Das Portal ist der Ort, an dem Bank, Zahlungsanbieter und Belege zusammenkommen. Vier Wege führen hinein:

  1. Bank per Open Banking: Du verbindest dein Geschäftskonto direkt über PSD2, das funktioniert mit allen großen deutschen Banken. Die Transaktionen erscheinen automatisch im Portal, Belege hängst du einzeln oder in großen Mengen an.
  2. CSV aus Stripe, PayPal und Amex: Transaktionsdaten aus Zahlungsanbietern werden per CSV importiert, so dass Auszahlungen in ihre Einzelpositionen aufgelöst werden können.
  3. E-Mail-Drop: Jedes Skalar-Konto hat eine eigene Posteingangsadresse. Du leitest eine Rechnung weiter oder setzt die Adresse bei Lieferanten in CC, und der Beleg landet im Portal und wird automatisch der passenden Transaktion zugeordnet.
  4. Skalar API: Deine eigenen Systeme können Belege an Skalar senden und strukturierte Finanzdaten wie Banktransaktionen und klassifizierte Belege auslesen. Auf dieser API läuft auch der Skalar MCP, über den du deine eigenen Zahlen per KI abfragen kannst.

Für E-Commerce-Unternehmen kommen Integrationen wie Amainvoice, countX und PayJoe dazu, die Marktplatz- und Zahlungsdaten aufbereiten. Die Belege werden bei Skalar nicht per Hand gebucht, sondern automatisiert verarbeitet, die Steuerexperten prüfen und beraten. Wie diese automatisierte Buchhaltung im Detail funktioniert und was dabei für dich übrig bleibt, nämlich Belege einwerfen und Rückfragen beantworten, zeigt die Seite zur Belegerfassung. Rückfragen laufen über das Mandantenportal, nicht über E-Mail-Ketten.

Ein typisches Beispiel, die Firma ist fiktiv: Eine E-Commerce-GmbH verkauft Haushaltswaren über Shopify und Amazon, macht rund 2,5 Millionen Euro Umsatz mit zwölf Mitarbeitern und produziert etwa 1.500 Belege im Monat. Vorher lief es so: Am Monatsende exportierte die Assistenz der Geschäftsführung die Bestellungen aus Shopify als CSV, zog die Stripe- und PayPal-Auszahlungen manuell in eine Excel-Tabelle und schickte alles zusammen mit einem Ordner voller PDF-Rechnungen an die Steuerberatung. Dort wurden die Auszahlungen als Sammelbuchungen erfasst, die Gebühren fehlten regelmäßig, und die Rückfragen kamen wochenlang per E-Mail. Der Geschäftsführer saß jeden Monat mehrere Abende an der Vorarbeit, die BWA kam Wochen nach Monatsende, und beim Jahresabschluss mussten die Amazon-Abrechnungen nachträglich zerlegt werden.

Heute ist das Geschäftskonto per Open Banking mit dem Skalar-Portal verbunden, die Stripe- und PayPal-Daten werden per CSV importiert, die Amazon-Abrechnungen laufen über eine Integration, und Lieferantenrechnungen gehen per E-Mail-Drop direkt ins Portal. Der Geschäftsführer schaut einmal pro Woche kurz ins Portal, hängt die wenigen Belege an, die noch fehlen, und beantwortet offene Rückfragen an einem Ort. Die BWA kommt in der Regel bis zum 15. des Folgemonats, und die Buchhaltung ist zum Jahresende bereits durchgängig gebucht. Kommst du von einer DATEV-Vorkanzlei, fallen für den Wechsel bei Skalar typischerweise keine Kosten an, und er dauert im Schnitt etwa zwei Wochen. Den Kontakt zum Vorberater übernimmt Skalar. Welche Kündigungsfrist und welche Schlussrechnung bei deiner bisherigen Steuerberatung gelten, hängt von deinem bestehenden Vertrag ab. Was du beim Steuerberaterwechsel beachten solltest, steht im eigenen Artikel.

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Was Skalar für dich übernimmt und was es kostet, wird individuell im Angebot vereinbart. Leistungsumfang und Preis hängen von Umsatz, Bilanzsumme und Belegvolumen ab, die Angaben hier sind Orientierung, kein Angebot. Welche deiner Systeme sich auf welchem Weg anbinden lassen, klären wir im Erstgespräch anhand deiner tatsächlichen Tools.

Was kostet eine DATEV-Schnittstelle?

Eine ehrliche Antwort: Einen festen Preis für "die DATEV-Schnittstelle" gibt es nicht. DATEV nennt auf seinen Informationsseiten zu den Datenservices keine Preise, die Services werden über den DATEV-Shop bezogen. Die Kosten entstehen an drei Stellen, und je nach Weg verteilen sie sich unterschiedlich:

  • Software: Die App oder Buchhaltungssoftware, die den DATEV-Export oder den Datenservice bereitstellt, kostet in der Regel ein laufendes Abo. Je mehr Kanäle (Shopify, Stripe, PayPal, Amazon) angebunden werden, desto höher ist meist die Stufe.
  • DATEV-Dienste: Die Datenservices selbst werden über den DATEV-Shop bezogen.
  • Steuerberatung: Die Einrichtung der Schnittstelle, die Pflege der Zuordnungsregeln und die laufende Verarbeitung der Daten sind Arbeitszeit, die in klassischen Modellen nach Aufwand oder über Gebührentabellen abgerechnet wird.

Der teuerste Posten ist dabei oft nicht die Software, sondern die Handarbeit, die trotz Schnittstelle übrig bleibt: Belege nachreichen, Auszahlungen aufschlüsseln, Rückfragen beantworten. Bei Skalar ist die Anbindung über das Portal typischerweise Teil des Festpreises für die laufende Buchhaltung. Ein Preis, den du vorher kennst. Er steigt nicht mit jedem Beleg mit, weil Belege bei uns nicht per Hand gebucht werden. Wie sich das im Vergleich zum klassischen Modell auswirkt, zeigt der Artikel klassische vs. digitale Steuerberatung.

Die rechtliche Grundlage im Detail

  • Vorsysteme gehören zur Buchführung: Shop, Zahlungsdienstleister und Bank sind Vor- und Nebensysteme, soweit dort steuerlich relevante Daten entstehen. Die Finanzverwaltung kann auch auf diese Daten zugreifen (GoBD Rz. 159 bis 161, Anwendungsbereich in Rz. 9, Verantwortung des Steuerpflichtigen in Rz. 21).
  • Einzelbuchungen und Sammelbuchungen: Buchungen müssen einzeln, vollständig, richtig, zeitgerecht und geordnet erfolgen, Änderungen nur so, dass der ursprüngliche Inhalt feststellbar bleibt (§ 146 Abs. 1 und 4 AO). Verdichtete Übernahmen aus dem Vorsystem sind zulässig, wenn die Einzeldaten dort erhalten bleiben, die Summe nachvollziehbar auf die Einzeltransaktionen zurückgeführt werden kann und Umsatz, Gebühren und Erstattungen trotzdem getrennt sichtbar sind (GoBD Rz. 42, 99).
  • Kontrollen an der Schnittstelle: Es muss sichergestellt und protokolliert sein, dass alle Vorgänge vollständig übertragen werden (GoBD Rz. 88). Die Buchführung muss vom Beleg bis zur Bilanz und zurück prüfbar sein (GoBD Rz. 30 bis 35 und 145 bis 149).
  • Aufbewahrung: Bücher, Aufzeichnungen und Jahresabschlüsse sind 10 Jahre aufzubewahren, Buchungsbelege 8 Jahre (seit 2025), Geschäftsbriefe und sonstige Unterlagen 6 Jahre (§ 147 AO). Die Fristen beginnen erst mit dem Ende des Kalenderjahres, in dem der Beleg entstanden oder die letzte Buchung gemacht wurde, und laufen nicht ab, solange die Unterlagen noch für offene Steuerbescheide gebraucht werden. Elektronisch erzeugte Grundaufzeichnungen aus Vorsystemen, etwa die Transaktionsdaten aus Shop oder Stripe, sind in der Regel 10 Jahre und im Ursprungsformat aufzubewahren (GoBD Rz. 132).
  • Nachweise von Stripe und PayPal: Seit der GoBD-Änderung vom 14.07.2025 ist ein Nachweis, der nur technisch eine elektronische Zahlung dokumentiert, nicht aufbewahrungspflichtig, es sei denn, er wird als Buchungsbeleg verwendet, ist die einzige Abrechnung mit dem Zahlungsdienst oder wird gebraucht, um in der Kassenbuchführung bare von unbaren Umsätzen zu trennen (BMF-Schreiben vom 14.07.2025, GoBD Rz. 121). Für Online-Shops sind die Stripe- und PayPal-Abrechnungen mit Gebühren und Erstattungen daher meist der Buchungsbeleg und bleiben aufbewahrungspflichtig.
  • Datenzugriff bei der Betriebsprüfung: Prüfer können Einsicht nehmen, Auswertungen verlangen oder Daten in maschinell auswertbarem Format anfordern, auch wenn die Daten beim Dienstleister liegen (§ 147 Abs. 6 AO).
  • Verfahrensdokumentation: Die angebundenen Systeme, Datenwege, Formate, Zuordnungsregeln und Kontrollen müssen beschrieben sein (GoBD Rz. 151 bis 154, internes Kontrollsystem in Rz. 100 bis 102).
  • E-Rechnung: Der Empfang von E-Rechnungen ist seit 01.01.2025 Pflicht, ein E-Mail-Postfach genügt dafür. Für Umsätze ab 2027 gilt die Erleichterung für Papier- und PDF-Rechnungen im B2B-Inland nur noch bei einem Vorjahres-Gesamtumsatz bis 800.000 Euro, darüber besteht ab 2027 grundsätzlich die Pflicht zur E-Rechnung, ab 2028 für fast alle Rechnungen an Unternehmen im Inland (§ 27 Abs. 38 UStG). Ausnahmen gelten etwa für Kleinbetragsrechnungen bis 250 Euro, und bis Ende 2027 bleibt mit Zustimmung des Empfängers auch der elektronische Datenaustausch zwischen Unternehmen (EDI) zulässig. Der strukturierte Teil der E-Rechnung muss im Original aufbewahrt werden. Für reine B2C-Shops gilt die Ausstellungspflicht nicht.

Du willst keine DATEV-Exporte mehr selbst bauen?

Bei Skalar verbindest du Bank, Stripe, PayPal und Belegeingang einmal mit dem Portal, den Rest übernimmt die digitale Steuerberatung. Für den Wechsel fallen bei Skalar typischerweise keine Kosten an.

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FAQ zur DATEV-Schnittstelle

Was ist die DATEV-Schnittstelle?

Die DATEV-Schnittstelle ist der technische Übergabepunkt zwischen deinen Systemen und dem Buchhaltungsprogramm deiner Steuerberatung. Sie sorgt dafür, dass Umsätze, Zahlungen und Belege in einer Struktur ankommen, die DATEV direkt einlesen kann. Je nach Ausführung ist das eine Datei, die du erzeugst, oder eine Online-Verbindung, die von selbst läuft.

Welche DATEV-Schnittstellen gibt es?

DATEV-Schnittstellen gibt es in zwei Grundformen: das DATEV-Format als CSV-Datei für Buchungsstapel und die Online-Datenservices, zu denen Bankdatenservice, Buchungsdatenservice, Rechnungsdatenservice, Belegbilderservice und die Zahlungsdatenservices für PayPal und Amazon gehören. Welche Software welchen Service unterstützt, steht in der Anbieterübersicht von DATEV. Dazu kommt als dritte Option eine Steuerberatung, die deine Systeme selbst anbindet.

Was kostet eine DATEV-Schnittstelle?

Eine DATEV-Schnittstelle hat keinen Listenpreis, weil die Kosten auf Software, DATEV-Dienste und die Arbeitszeit der Steuerberatung verteilt sind. Die Softwareseite ist meist ein Abo, dessen Höhe von der Zahl der angebundenen Kanäle abhängt. Die DATEV-Dienste werden über den DATEV-Shop bezogen, ohne dass DATEV auf den Informationsseiten Preise ausweist. Den größten Unterschied macht am Ende, wie viel Handarbeit nach der Anbindung noch übrig bleibt.

Welche Banken haben eine DATEV-Schnittstelle?

Welche Banken an eine DATEV-Schnittstelle angebunden werden können, hängt vom gewählten Weg ab: Den DATEV-Bankdatenservice nutzt deine Steuerberatung zusammen mit ihren Softwarepartnern, während Open Banking über PSD2 bei allen großen deutschen Banken einen standardisierten Zugriff ermöglicht. Frag deshalb nicht zuerst deine Bank, sondern deine Steuerberatung, über welchen Weg sie die Kontoumsätze einliest. Bei Skalar läuft die Bankverbindung über das Portal per Open Banking.

Was ist der Unterschied zwischen DATEV-Export und DATEV-Import?

DATEV-Export und DATEV-Import sind die zwei Seiten desselben Vorgangs. Der Export passiert in deiner Software, die eine Datei im DATEV-Format erzeugt. Der Import passiert bei der Steuerberatung, die diese Datei in ihr DATEV-System einliest. Scheitert der Import, liegt es oft daran, dass die Datei zwischendurch in Excel geöffnet und gespeichert wurde.

Reicht ein Shopify DATEV-Export, wenn ich auch Stripe und PayPal nutze?

Ein Shopify DATEV-Export allein reicht in dieser Konstellation meist nicht, weil er die Bestellungen abbildet, aber nicht die Gebühren, Auszahlungen und Erstattungen der Zahlungsanbieter. Du brauchst zusätzlich eine Stripe DATEV-Schnittstelle und eine PayPal-Anbindung oder eine Lösung, die alle drei Quellen in einem Schritt zusammenführt. Erst dann stimmen Umsatz, Gebühren und Bankeingang in der Buchhaltung überein.

Maßgeblich für Leistungsumfang und Preis ist ausschließlich die individuelle Vergütungsvereinbarung. Dieser Artikel beschreibt das typische Skalar-Modell und begründet keine Ansprüche.

Stefan Liffers

Stefan Liffers

Stefan ist Steuerberater für digitale Geschäftsmodelle bei Skalar. Aus der Arbeit mit E-Commerce, SaaS und Beteiligungsgesellschaften kennt er die Praxis wachsender Unternehmen. Er zeigt, wie automatisierte Steuerprozesse Gründern Freiraum schaffen.

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